INFORMATIONEN ZU SPEZIFISCHEN PHOBIEN

 

Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.

Lucius Annaeus Seneca

 

Erscheinungsbild

Als Phobien werden äußerst intensive Furchtreaktionen bezeichnet, die durch spezifische Situationen oder Objekte ausgelöst werden. Damit verbunden ist zumeist der Wunsch, die Situation oder das Objekt zu vermeiden. Für Außenstehende erscheint die Intensität der Angst oftmals übertrieben.

Unterschieden werden bei den Spezifischen Phobien: Tierphobien (z.B. Spinnen, Schlangen, Katzen, Hunde, Ratten,...), Umweltphobie (z.B. Höhe, Stürme, Gewitter, Dunkelheit, Wasser,...), Situative Ängste (z.B. mit dem Flugzeug fliegen, Autofahrten, Tunnel, Blut- und Injektionsphobie.

 

Entstehung

In der Regel können Spezifische Phobien bereits sehr früh (vor dem 10. Lebensjahr) auftreten.

Die Wahrscheinlichkeit an einer Phobie zu erkranken beträgt ca. 8%, und das Verhältnis Frauen : Männer beträgt 2:1.

Bei den meisten Angsterkrankungen wie auch bei Spezifischen Phobien gilt heute das Bio-psycho-soziale Entstehungsmodell als anerkannte Störungstheorie.

Dabei werden genetische & biologische Faktoren, eigene Erfahrungen und Strategien im Umgang mit Ängsten, familiäre Einflussfaktoren und Reaktionen des sozialen Umfeldes auf die Angst berücksichtigt.

 

Behandlung

In der Behandlung der Spezifischen Phobien gilt die Exposition als eine der wichtigsten Möglichkeiten, der Angst Herr zu werden. Die Exposition wird meistens mit einem Entspannungsverfahren kombiniert.

Ebenso müssen Strategien angeeignet werden, um einen „neuen“ Umgang mit Gefahrenquellen zu erlernen und die Überbewertung der Gefahr wieder auf ein reales Maß zu bringen.

 

Für zusätzliche Fragen bezüglich Psychotherapieverlauf, Notwendigkeit einer Psychotherapie, Psychologischer Diagnostik, Rahmenbedingungen, etc. stehe ich Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung (Mag. Harald Hornich: 0676 380 40 64).