INFORMATIONEN ZU GENERALISIERTE ANGSTSTÖRUNG (GAS)

 

Wer nicht täglich seine Angst überwindet, hat die Lektion des Lebens nicht gelernt.

Ralph Waldo Emerson

 

Erscheinungsbild

Charakterisiert ist die Generalisierte Angststörung durch eine ausgeprägte Überängstlichkeit und viele (oft Stunden anhaltende) Sorgen, die sich um zukünftiges Unheil drehen.

Charakteristisch für diese Angststörung finden sich zumeist sorgenvolle Gedanken und Befürchtungen, Anspannungszustände und andere körperliche Beschwerden (z.B. Herzrasen, Schweißausbrüche, Zittern, Mundtrockenheit, Übelkeit, Schwindel, Beklemmungsgefühle).

Betroffene Personen überbewerten Gefahren des Alltags und deren Eintretenswahrscheinlichkeit, wodurch die erhöhte körperliche Anspannung bestehen bleibt.

 

Häufigkeit

Unter der Generalisierten Angststörung leiden ca. 4-6% der Bevölkerung irgendwann im Leben. Frauen sind davon doppelt so häufig betroffen wie Männer.

Auffallend ist, dass sich nur ca. 40% der Betroffenen Unterstützung holen.

Trotz genauer Diagnosekriterien bleibt die Generalisierte Angststörung auch heute noch (auch vom sozialen Umfeld) vielfach unerkannt. In der Regel haben die Betroffenen einen langen Leidensweg hinter sich bis sie ein adäquates Behandlungsangebot finden.

Ohne Behandlung bleibt die Generalisierte Angststörung lebenslang bestehen hat oftmals zusätzlich eine depressive Verstimmung zur Folge.

 

Entstehung

Studien weisen darauf hin, dass die Generalisierte Angststörung durch mehrere Bedingungen ausgelöst wird. Folgende Faktoren wirken zusammen: genetische und biologische Einflüsse, soziale Lernerfahrungen, Erziehung, Werte, Erwartungen, Belastungsfaktoren, Stresserfahrungen, kritische Lebensereignisse und ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis.

 

Behandlung

International wird die Verhaltenstherapie als Therapie der Wahl bei Angststörungen angesehen.

Im Mittelpunkt der Behandlung stehen das Erarbeiten eines individuellen Entstehungsmodells, das Durchbrechen des „Teufelskreis“ der Angst und Sorgen, die Erarbeitung von lösungsorientierten Strategien statt der ständigen Suche nach Sicherheit.

Dabei spielen Selbstbeobachtungsübungen, Wirklichkeitsprüfungen, Konfrontationsübungen, die Wiederaufnahme von abwechslungsreicher Lebensführung und gesundheitsfördernde Aktivitäten wesentliche Rollen.

 

Manche Betroffene profitieren von medikamentöser Unterstützung.

Für folgende Medikamentegruppen existieren Untersuchungen zur positiven Wirkung bei der Generalisierten Angststörung: Antidepressiva, Benzodiazepine, Betablocker und Antihistaminika.

 

Für zusätzliche Fragen bezüglich Psychotherapieverlauf, Notwendigkeit einer Psychotherapie, Rahmenbedingungen, etc. stehe ich Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung (Mag. Harald Hornich: 0676 380 40 64).