INFORMATIONEN ZU ESSSTÖRUNGEN

 

Die Verantwortung für sich selbst ist die Wurzel jeder Verantwortung.

(Mong Dsi)

 

Einleitung

Essen ist für uns Menschen lebensnotwendig. Es dient neben dem Erhalt der körperlichen Leistung auch der Genussfreude und spielt eine große Rolle für unser familiäres und soziales Leben.
Heute ist es leichter, „gestörtes Essverhalten" (dadurch gekennzeichnet, dass die Betroffenen sich ständig mit dem eigenen Körper(gewicht) beschäftigen und den eigenen Körper ablehnen), als „gesundes Essverhalten zu beschreiben.

Ursachen von Essstörungen

Vielen verschiedene Faktoren scheinen für die Entstehung einer Essstörung mitverantwortlich zu sein: Genetische Veranlagung, gesellschaftliche Ideale, schwierige Lebenssituationen, mangelnde Selbstsicherheit / Selbstwertgefühl oder Schwierigkeiten im Umgang mit Konflikten / Problemen und Stress.

Welche Essstörungen gibt es?

Heute werden mehrere Essstörungen unterschieden:

Magersucht (Anorexia Nervosa)

Die Betroffenen erleben sich als unakzeptabel dick und versuchen durch strenges Hungern eine Gewichtsabnahme zu erreichen.
Zumeist beginnt die Erkrankung vor dem 25. Lebensjahr, der Gewichtsverlust macht mehr als 25 Prozent aus und ist selbst herbeigeführt (streng kontrollierte und eingeschränkte Nahrungsaufnahme, übertriebene sportliche Aktivität oder auch Gebrauch von Appetitzüglern), die Betroffenen haben große Angst vor einer Gewichtszunahme, und es existieren körperliche Folgen (z.B. Ausbleiben der Monatsblutung, Herzrhythmusstörungen, Unruhe, Kälteempfinden). Ein bis zwei Prozent der Bevölkerung sind davon betroffen.
Fünf bis zehn Prozent der PatientInnen sterben an Magersucht.

Ess-Brechsucht (Bulimia Nervosa)

PatientInnen mit Bulimie sind im Gegensatz zu PatientInnen mit Anorexie zumeist normalgewichtig, aber überzeugt, „zu dick" zu sein.
Folgende Kriterien gelten für das Vorliegen einer Bulimie: Es treten Heißhungerattacken / Essanfälle (auch heimliches Essen) auf (mindestens zweimal wöchentlich über drei Monate hinweg), es besteht eine ständige gedankliche Beschäftigung mit Essen, es werden ausgleichende Maßnahmen zur Vermeidung einer Gewichtszunahme eingesetzt (z.B. Erbrechen, Abführen), es besteht bei den Betroffenen eine starke Angst vor Gewichtszunahme.
Als körperliche Folgen der Bulimie finden sich: Reizungen der Speiseröhre, Karies, Störungen des Elektrolythaushaltes, Herzrhythmusstörungen und eine Schädigung Nieren. Bulimie tritt bei ca. zwei bis vier Prozent der jungen Frauen auf, wobei hier die Dunkelziffer sehr hoch ist.

Psychotherapie - Verhaltenstherapie bei Essstörungen

Vor einer psychotherapeutischen Behandlung müssen die medizinischen Begleiterscheinungen und Komplikationen von einem Arzt abgeklärt werden.


In der Verhaltenstherapie könnten folgende Ziele angestrebt werden:

Bei der Anorexie deuten die Untersuchungsergebnisse darauf hin, dass einerseits die Verhaltenstherapie eine hohe Wirksamkeit aufweist, andererseits wichtige Einflussfaktoren auf die Wirksamkeit die Dauer der Erkrankung und der körperliche Zustand sind.

 

Hier finden Sie auch noch Informationen zur Binge Eating Störung / Binge Eating Disorder.

 

Für zusätzliche Fragen bezüglich Psychotherapieverlauf, Notwendigkeit einer Psychotherapie, Psychologischer Diagnostik, Rahmenbedingungen, etc. stehe ich Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung (Mag. Harald Hornich: 0676 380 40 64).