INFORMATIONEN ZU DEPRESSION BEI KINDERN UND JUGENDLICHEN

 

Es ist besser, ein Licht zu entzünden, als über die Dunkelheit zu klagen.

(Konfuzius)

 

Bei Kindern und Jugendlichen können ebenso wie bei Erwachsenen depressive Phasen auftreten.
Heute werden bei Kindern und Jugendlichen zwei Hauptformen depressiver Störungen unterschieden:

  1. die Major Depression und
  2. die Dysthymia

Ad 1) Die Major Depression stellt eine starke, depressive Störung dar, die über einen Zeitraum von mindestens 2 Wochen besteht.
Symptome der Major Depression drücken sich in stark niedergeschlagener oder gereizter Stimmung, Freud- und Interesselosigkeit, in sozialem Rückzug und Aktivitätsverlust, Ermüdbarkeit, Konzentrationsstörungen, in Selbstzweifel oder Selbstwertproblemen, negativen Zukunftsgedanken, Schlaf- und Appetitlosigkeit bis hin zu Suizidgedanken aus.

Ad 2) Die Dysthymia zeigt einen milderen Verlauf, aber chronischen Verlauf auf.
Die Symptome der dysthymen Störung sind insgesamt milder ausgeprägt als bei der Major Depression, und bei Kindern drücken sie sich oft körperlich aus (Kopf- und Bauchschmerzen, Schwindel- und Schwächegefühle).
Die Störung kann mit wenigen Unterbrechungen oftmals jahrelang (auch von Fachleuten unentdeckt) andauern. Der Beginn ist zumeist im Alter von 14 - 16 Jahre.
Symptome können aber auch schon in der Kindheit auftreten.

Ursachen

Depressive Störungen können eine Folge von genetischen Faktoren sein. Die Genetik allein reicht jedoch in den meisten Fällen nicht als Erklärung aus. Um die Erkrankung auszulösen, braucht es in der Regel äußere Belastungsfaktoren wie Überforderung in der Schule oder im Beruf, Verlusterlebnisse (Todesfälle, Scheidung), dauerhafte Konflikte in der Familie, Trennung oder Wegzug.

Wann ist Psychotherapie empfehlenswert?

Bei mittelschweren und schweren Depressionen ist eine Therapie unerlässlich. Mittels kognitiv-verhaltenstherapeutischen Methoden werden gute Behandlungserfolge erzielt.

In der Verhaltenstherapie wird versucht, möglichst viele Belastungsquellen zu reduzieren.
Weiters werden Fähigkeiten, die für die Bewältigung der Depression notwendig sind durch ein sorgfältiges Programm schrittweise aufgebaut. Dabei können u.a. folgende verhaltenstherapeutische Methoden zur Anwendung kommen:

Das soziale Umfeld spielt in der Verhaltenstherapie von Kindern eine große Rolle, Von der Mitarbeit von Eltern und Lehrkräften hängen die Fortschritte wesentlich ab.

Medikation

Bei mittelschweren und schweren Depressionen können bei Kindern und Jugendlichen auch Medikamente zur Unterstützung eingesetzt werden.
Jedoch bleibt die Kombination von Medikation (mit guter fachärztlicher Beratung bezüglich Wirkungen und Nebenwirkungen) mit kognitiv-verhaltenstherapeutischen Ansätzen unerlässlich.

Für zusätzliche Fragen bezüglich Psychotherapieverlauf, Notwendigkeit einer Psychotherapie, Psychologischer Diagnostik, Rahmenbedingungen, etc. stehe ich Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung (Mag. Harald Hornich: 0676 380 40 64).