INFORMATIONEN ZU BURNOUT

 

Es gibt Wichtigeres im Leben, als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen.

(Mahatma Gandhi)

 

Burnout

Eine österreichweite Untersuchung aus dem Jahr 2007 hat ergeben, dass rund 18 Prozent der Befragten stark oder sehr stark gefährdet sind, ein Burnout zu entwickeln (, oder bereits in einem Burnout sind).

Mit Burnout wird eine Entwicklung bezeichnet, die zu einem komplexen Beschwerde- bzw. Leidensbild mit körperlicher und emotionaler Erschöpfung führt.
Früher bestand die Meinung, dass Burnout eine Erkrankung der helfenden Berufe sei (Sozialarbeiter, Pflegepersonal, Ärzte).
Heute sind Burnout-Symptome bei Angehörigen vieler anderer Berufe nachgewiesen (PolizistInnen, ManagerInnen, SekretärInnen, JournalistInnen, ArchitektInnen, soziale Berufsgruppen,...).

Viele Termine alleine machen noch kein Burnout-Syndrom. Vielmehr müssen mehrere Belastungsfaktoren über einen längeren Zeitraum zusammenkommen, damit ein Risiko entsteht.

Der gegenwärtige Anstieg der Erkrankungsfälle kann durch die allgemeinen Entwicklungen in Gesellschaft und Arbeitswelt erklärt werden (Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes, vor sozialem Abstieg, Zunahme des gesellschaftliches Drucks, ungünstiges Zeitmanagement, ungesunder Lebensstil,...).

Symptome des Burnout - Syndroms:

Körperliche Erschöpfung, Lustlosigkeit bei der Arbeit, Unzufriedenheit, Resignation und Ärger kennzeichnen den Beginn dieser Entwicklung. Leistungsschwankungen und Leistungsstörungen, Rückzug von Personen und der Umwelt (nicht nur in der Arbeitssituation), chronische Schmerzen, Schlafstörungen, unvermutete Wutausbrüche auf einen geringfügigen Anlass hin, depressive Verstimmung und Resignation folgen.
Schließlich kommt es zu Zuständen wie emotionaler Erschöpfung, Depression, kognitiver Veränderung (sinkende Motivation, Kreativität und Gedächtnisleistung) und psychosomatische Störungen.
Dabei wird die eigene Berufstätigkeit oftmals als sinnlos erlebt. Nicht selten breitet sich dieses Sinnlosigkeitserleben auf alle anderen Lebensbereiche aus. Bei schweren Fällen kann eine derartige Sinnkrise zum Suizid (Selbstmord) führen.

Viele Betroffene weisen zwei Eigenschaften auf, die sie in hohem Ausmaß für Burnout anfällig machen:

  1. Die Personen erwarten unrealistisch viel persönliche Anerkennung und persönlichen Zuspruch durch andere.
  2. Viele Betroffene weisen unklare und überhöhte Ansprüche an sich selbst auf. Diese Personengruppe hat es schwer, Erfolgserlebnisse für sich zu verbuchen. Sie jagt einem übertriebenen Ideal hinterher, das nicht zu erreichen ist.

Wege ins Burnout:

Warn- und Alarmsignale

Vor einer Burnout-Krise erscheinen viele Betroffene sehr aktiv, dynamisch, sind ideenreich und (über-) engagiert.
Vielfach werden eigene Bedürfnisse hintan gestellt. Misserfolge und Enttäuschungen werden nicht wahrgenommen.
Die Betroffenen werden nach dem (Über-) Engagement durch eine Erschöpfungsphase ausgebremst. Sie fühlen sich matt, haben häufig banale Erkältungen, weisen Tages- oder chronische Müdigkeit auf und sind leichter reizbar.
Letztendlich mündet der ausgebrannte Zustand in der Resignation, Entmutigung, Niedergeschlagenheit und Minderwertigkeits- und Versagensgefühlen.

Prävention gegen Burnout

Die wirkungsvollste Behandlung ist wie so oft die rechtzeitige und konsequente Vorbeugung.

Therapie des Burnout-Syndroms

Für zusätzliche Fragen bezüglich Psychotherapieverlauf, Notwendigkeit einer Psychotherapie, Psychologischer Diagnostik, Rahmenbedingungen, etc. stehe ich Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung (Mag. Harald Hornich: 0676 380 40 64).